Arbeitsproduktivität 1902 | Labour productivity in 1902






Die Karten zeigen die Arbeitsproduktivität in wichtigeren Bereiche der tierischen und der pflanzlichen Produktion in räumlicher Verteilung. Die Berechnung erfolgt gleich wie bei der zusammenfassenden Darstellung der gesamten Produktivität.
Bei einigen Produktionsbereichen ist das räumliche Muster mehr oder weniger ähnlich wie in den zusammenfassenden Karten. Am stärksten gilt dies für die Fleischproduktion, deren Schwerpunkte ähnlich liegen wie bei der tierischen Produktion insgesamt. Bei der Milchproduktion gilt dies etwas weniger. Die Rinderzucht und damit die Milch- und Rindfleischproduktion war im alpinen Bereich besonders stark, während der zweite Hauptbereich für die Fleischproduktion, die Schweinezucht, in anderen Gebieten wie dem Mostviertel besonders bedeutend war.
Ganz anders bei der Wolle, ein in absoluten Begriffen untergeordneter Bereich der tierischen Produktion. Die Schafzucht war zwar ebenfalls im alpinen Raum stark vertreten, dazu kommen aber auch die Bukowina und besonders Dalmatien als Schwerpunktgebiete. Auf das Gesamtbild der tierischen Produktion wirkt sich das freilich wenig aus.
Bei der Getreideproduktion ähnelt die regionale Verteilung dem Bild der pflanzlichen Produktion überhaupt. Allerdings ist zu ergänzen, daß im Getreidanbau noch größere Teile der böhmischen Länder und Niederösterreichs sowie auch Oberösterreich als besonder produktiv hervortreten.
Völlig anders wiederum stellt sich die regionale Verteilung in der Weinproduktion dar. Besonders wichtig, auch in der Gesamterzeugung, waren hier Dalmatien und Tirol (das heutige Südtirol und das Trentino). Ein wichtiges Gebiet war auch Niederösterreich, während die Steiermark noch eine kleinere Rolle spielte.
Ein spezifisches Bild ergibt sich auch bei der Holzproduktion. Wichtig sind hier Teile der Alpenländer, besonders die Obersteiermark, Teile Kärntens und Salzburgs und der Bregenzerwald. In den böhmischen Ländern waren die bergigen Randgebiete Böhmens sowie der westliche Teil Schlesiens wichtige Holzerzeuger.
The maps show the spatial distribution of labour productivity in key sectors of animal and plant production. The calculations are carried out in the same way as for the summary presentation of overall productivity.
In some production sectors, the spatial pattern is more or less similar to that shown in the summary maps. This is most evident in meat production, where the main centres of activity are similar to those for animal production as a whole. This is somewhat less true of milk production. Cattle breeding, and thus milk and beef production, was particularly strong in the Alpine region, whilst the second main sector for meat production, pig breeding, was particularly significant in other areas such as the southeastern Lower Austria.
The situation is quite different for wool, a sector of animal production that is of secondary importance in absolute terms. Although sheep farming was also strongly represented in the Alpine region, Bukovina and, in particular, Dalmatia also emerged as key areas. This, of course, has little impact on the overall picture of animal production.
The regional distribution of cereal production mirrors that of crop production in general. It should be added, however, that in cereal cultivation, even larger parts of the Bohemian lands and Lower Austria, as well as Upper Austria, stand out as particularly productive.
The regional distribution of wine production, on the other hand, is entirely different. Dalmatia and Tyrol (today’s South Tyrol and Trentino) were particularly important here, including in terms of total production. Lower Austria was also a significant region, whilst Styria played a lesser role.
A distinct picture also emerges regarding timber production. Key areas here include parts of the Alpine regions, particularly Upper Styria, parts of Carinthia and Salzburg, and the Bregenzerwald. In the Bohemian lands, the mountainous peripheral regions of Bohemia and the western part of Silesia were major timber producers.
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